18. und 19. Tag: „Nachtrag zum Nachtrag“ oder „Echt jetzt, Bergen? …Und es wurde doch noch ganz schön!“

Nachtrag zum Nachtrag? Was ist denn bei dir los, Per… Hm… Was ist los? Norwegen ist los….Heute bekam ich eine Email, mit „receipt“ im Anhang. Darin waren alle Fährüberfahrten aufgeführt, die wir gemacht haben. Cool, läuft… Ja, generell schon – also die Erkennung des Kennzeichen, bzw. des Transponders läuft. Aber: Es wurden ALLE Überfahrten erkannt und ABGERECHNET. Auch die, die nun temporär kostenlos sein sollten. Mittlerweile ist es mir egal, weil bezahlt habe ich es eh schon, aber ärgern tut´s mich schon. Vor allem, weil auch zwar immer 50% des regulären Preises fällig werden, aber bei 60% der Fahrten unser Mobil einfach in die nächstgrößere Längenkategorie eingeordnet wird…

Willkürliche Einordnung in unterschiedliche Längenkategorien

Wir sind also ca. gegen 1000 Uhr in der Marina Förde gestartet. Es nieselte. Das war uns klar. Unsere Wäsche war auch noch nicht so richtig trocken. Auf der Hälfte unserer Strecke nach Bergen – kurz vor der kleinen Ortschaft Matre, bogen wir scharf links direkt nach einem Tunnel ab und fuhren eine kleine Parkbucht abseits der E39. Hier wollten wir in Ruhe Mittag essen.

Nach unser kleinen Pause ging es dann weiter über eine echt „üble“ E39 in Richtung Bergen. Die Straße war schmal, serpentinartig verwunden und an vielen Stellen einfach kaputt.

Wir fuhren durch Bergen – eine echt große Stadt – und wir fuhren am ersten offiziellen Stellplatz „Bergenshallen“ vorbei. Hier hätten wir für 24h auf einem parzellierten Parkplatz vor einer großen Stadthalle ca. 35€ bezahlt. 500m weiter hat die Stadt vor einem Jahr einen Ausweichplatz zu den 30obigen Stellplätzen „geschaffen“…Naja, geschaffen. Was sie geschafft haben, ist ein laminiertes DIN-A4 Blatt mit den Infos zum „Schlachtfeld“, an eine Laterne an der Einfahrt zu hängen.

Vom Platz haben wir kein Bild gemacht – schlichtweg vergessen, weil es einfach nur „übel“ war. „Echt jetzt, Bergen“, war mein spontaner Kommentar zu diesem „Etwas“… Ein „aufgegebener“ Sportplatz, zerfurcht, an einigen Stellen Splitt und Schotter. Alte Beton-Poller-Reste, Pfützen, angesprayte Container. Also eine richtige Wohlfühlatmosphäre! Aber immerhin bloß 20€/24h ohne jeglichen Service und „nur“ 6 Kilometer Entfernung zur Innenstadt.

Egal, es gab einen positiven Aspekt – wir hatten bei einem Kartendienstleister im Netz (Mittlerweile nutzen wir auch viel „Qwantmaps“ oder „Petalmaps“ als Alternative zu „Google Maps“) einen „Hundeplatz“ in der Nähe ausgemacht. Den Besuch könnten wir dann gleich mit einem Spaziergang um den kleinen See „Tveitevannet“ machen, der in dem Stadtteil liegt.

So machten wir es und gingen im Anschluss in die Kojen. Solana war auf jeden Fall von der kleinen Auslauffläche begeistert und rannte mal wieder, was das Zeug hielt…

Wir wollten früh aufbrechen, um vor dem Touri-Ansturm in „Bryggen“ (dem Hanse-/Touriverladeviertel) in Bergen zu sein. In direkter Nähe gäbe es einen Parkplatz für 4€ die Stunde (2H MAX), den wir mit unserem <6m Mobil nutzen wollten… Wir bekamen tatsächlich noch einen, der begehrten Plätze in den PKW-Reihen direkt am Anfang der „Bryggen“ und starteten brav den Parkvorgang in der „Parkering i Bergen App“, die wir am Abend zuvor für den „Ausweich-Stellplatz“ heruntergeladen und mit einer Kreditkartennummer gefüttert hatten.

Bergen war – zumindest in dem Mini-Ausschnitt, den wir uns anschauten – zwar mega touristisch, aber super niedlich. Auch spielte das Wetter mit, wobei wir uns ein wenig verschätzt hatten. Natürlich waren die Sonnenstunden ein Faktor, nach dem man seine Bekleidung wählen konnte (12h Sonne) – wir wählten also dünnes Sommer-Hemdchen -oder man schaute sich auch die (gefühlte) Temperatur an…(14Grad brrr…) Also wenn man da nicht in der direkten Sonnenbestrahlung steht, habe ich zu Hause ne dicke Jacke an….

Egal, die Bilder sind gut geworden.

Dann verließen wir Bergen und fuhren zu unserem nächsten over-night-spot. Dazu mussten wir jedoch erstmal eine längere Fährverbindung (ca.45 Minuten) von Halhjem nach Sandvivag nutzen. Die somit „frei zur Verfügung“ stehende Fahrtzeit nutzen wir „illegaler Weise“ (weil Gasflaschen auf den Fähren eigentlich zugedreht sein müssen) und machten uns frische „Spaghetti Olio e Aglio e Gamberetti“. Zubereitung und Verkostung passten genau in den Zeitplan.

Wir fuhren die nun neu ausgebaute E39 weiter und erreichten eine Abzweigung in einer Haarnadelkurve, in die wir einbiegen sollten. Den ersten Stellplatz ließen wir aus, er bot leider nur Platz für ein Mobil und eine Crew versuchte gerade, ihren Bulli auf dem kleinen Plätzchen gerade auszurichten.

Bulli auf einsamen Platz

Der zweite lag am Ende einer Schotterpiste (endlich was für uns….) – kurz bevor ein Schild die Weiterfahrt verbot. Wirklich schöner Platz. Vielleicht der Schönste? Fast so schön, wie der, auf dem man einen Obolus für den ersten Trecker des Enkels einzahlen durfte…Nur ist dieser diesmal ohne Gebühren.

Morgen ist erst einmal wieder Schluss mit dem schönen Wetter (ein Tag reicht ja eigentlich auch….) und es folgen – laut Vorhersage – drei, eher trübe Tage… Super. Ein Grund mehr, letztendlich „schnell“ nach Kristiansand zu fahren, ab dort ist die Vorhersage immer noch schön sonnig und warm. Ein paar Tage haben wir ja noch… Bis zum nächsten Eintrag!

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