11. und 12. Tag: „Fricamping am Trondheimfjord“ und Trondheim

Manchmal spielen wir abends – wenn es Platz für kurze Sprints mit der Schleppleine gibt. Und danach kann Lady Solana dann auch entspannt in ihr Schlafabteil…

Wir sind am nächsten Morgen wirklich nur 70Kilometer weiter gefahren. Merkwürdiges Gefühl…Wir nutzten jedoch einen Vorteil – einen der wenigen, die wir bis jetzt gefunden haben – an Norwegen: Wir entsorgten unser Grauwasser ohne Suchen. Sprichwörtlich an jeder Ecke gibt es in Norwegen kostenlose Stationen der Kommunen oder an Tankstellen, an denen man sein Grauwasser loswerden und Frischwasser unkompliziert auffüllen kann. Die Chemie-WC-Entsorgungen sind aber auch hier immer das „Letzte“, aber das Schöne ist: Das interessiert uns nicht – wir brauchen sie seit dem Einbau unserer Trenntoilette nicht mehr. Das ist echt eine große Erleichterung / Komfortsteigerung.

Auf Google Maps heißt unser ausgeguckter Spot „Fricamping“ – ist aber nur ein Parkplatz auf einer geschotterten Fläche. Es ist ein Bade- und Grillplatz. Es gibt direkt bei dem Parkplatz zwei Sitzgruppen mit Feuerstelle und ein paar hundert Meter weiter einige mehr. Als wir früh ankamen, waren nur zwei weitere Reisemobile vor Ort. Mit der Besatzung des Vans neben uns, kamen wir ins Gespräch und unterhielten uns über Erfahrungen in Norwegen und tauschten Tipps aus. U. a. verdanken wir der Besatzung, dass wir nun doch noch ein wenig in Norwegen bleiben. Nicht, dass wir nun besondere Ziele oder Orte erfahren haben, aber letztlich haben sie nochmals bestätigt, dass das Wetter zwar durchwachsen bis „totaler Mist“ ist, aber man eigentlich mindestens einmal am Tag auch ein wenig Sonne sieht, auch wenn es trotzdem kalt ist. Sie hatten noch drei Tage Urlaub und den wollten sie im Süden Norwegens verbringen. Hier wird es in ein paar Tagen wesentlich freundlicher. Wir werden folgen.

Der Stellplatz war toll, die Umgebung auch, allerdings war es in der Nacht laut. Wir schliefen unruhig.

Heute morgen sollte es dann knapp 1.5Stunden weiter nach Trondheim gehen. Trondheim hat natürlich „normale“ Parkplätze auf denen man auch über Nacht hätte stehen können, aber wir fuhren tatsächlich auf einen der beiden Reisemobil-Stellplätze. Auf Nebenstraßen in Städten zu stehen, heißt meist schräg stehen, oder halb auf dem Bürgersteig oder ähnliches. Hier unsere Flatjacks zum Ausgleich zu benutzen ist ein absolutes No-go… Wir checkten also mit der VISA-Karte am Automaten ein….31€ für 24 Stunden. Selbstbewusster Preis….Eines war klar – der Preis kann verlangt werden, der Stellpatz war rammelvoll und bis in den Abend hinein kamen und fuhren Reisemobile. Die freien Plätze waren nie lange frei.

Wir sind gegen Mittag bei schönstem Wetter mit T-Shirt und Sonnenbrille in Richtung City aufgebrochen. 25 Grad fühlten sich irgendwie „ungewohnt“ an.

Trondheim ist eine – von uns unerwartet – große Stadt. Sie hat es geschafft, einen modernen Eindruck zu hinterlassen und trotzdem viele alte Häuser und Industrie- oder Werftanlagen zu erhalten und zu integrieren. Vom Stil fühlten wir uns wie in einigen baltischen Städten.

Während unseres knapp 2 stündigen Ganges durch Trondheim regnete es aber natürlich immer wieder kurz. Als wir zum Stellplatz zurück gekommen waren, konnten wir jedoch noch unter der Markise sitzen und lesen, bzw. das Video der letzten Tage vorbereiten. Zumindest eine halbe Stunde, bevor es windig wurde…

Zwischendurch schaffte ich es noch, die „neue“ Länderflagge am Heck anzubringen.

Allerdings hatte ich mich versehen, ich klebte unser – nun – neues Ziel an: ISLAND…Gott, wie peinlich…
Norwegen teilt das grundlegende Flaggendesign mit den meisten anderen nordischen Nationen und Dependenzen. Sie verwenden alle das Nordische Kreuz. Hier ist es allerdings farblich umgekehrt…

Gegen Abend zog eine richtig schwarze Front auf und es schüttete. Leider kann ich so mein neues Video nicht vertonen, den Regen hört man dann auf der Audiospur…Also müsst ihr noch ein wenig warten…

Eine Front zieht auf

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