Tag 6/7/8: „Tief Ignatz“, „Festgefahren auf der Camp Area 1“ und „Route 7 – Schwarze Berge“

Am Donnerstagmorgen fuhr direkt zum Frühstück wieder ein Feuerwehrwagen durch die Camps und rief über Lautsprecher aus, dass am heutigen Donnerstag aufgrund einer polizeilichen Anordnung die Messe nicht öffnen würde. Das war natürlich für den Betreiber ebenso wie die Austeller und Besucher ein herber Rückschlag und frustrierend. Wir verbrachten also den ersten Teil des Tages im Mobil, lasen und / oder planten die nächsten Tage. Wir gingen dann Kate´s Geburtstagsgeschenk durch – „Camping-Blitzrezepte – 50 praktische Gerichte für einen entspannten Urlaub“ und schauten, welche Rezeptkarte wir mit in den „Netto“ nehmen könnten, um die Zutaten zu besorgen. Wir entschlossen uns für „Wurst-Chilli“.

Nach dem Gang zum Netto und dem anschließenden Essen ging ich mehrfach den „Weg“ von unserem Stellpatz zum Ausgang auf und ab. Der starke Regen hatte die Ausfahrt ziemlich aufgeweicht und er war nun stark zerwühlt und rutschig.

Auch durch den leichten Anstieg stieg hier die Chance, stecken zu bleiben…

Wir wären nicht die Einzigen und schon gar nicht die Ersten, die sich hier eingraben würden. Selbst bei schweren 4×4 Fahrzeugen konnte es schwierig werden, wenn sich das Profil zusetzt. Der Unimog hat es erst nicht geschafft, den anderen LKW aus der misslichen Lage zu befreien.

Am Freitag starteten wir recht früh in den Tag, wir machten uns „messeklar“ und gingen zur Haltestelle des Shuttlebusses.

Auch hinter den drei weißen Flaggen im oberen linken Bildrand ging es noch viel weiter!

Beim Anblick dieser Schlangen, überlegten wir gar nicht lange und planten um. Nun wollten wir also erst versuchen, den Platz zu verlassen um dann später auf den Tagesparkplatz zu fahren und von dort aus auf die Messe zu gelangen.

Auf der Hälfte des Weges, den Platz zu verlassen, reichte unser Schwung dann doch nicht mehr aus, ich musste stärker auf das Gaspedal treten und – schwupp – die Vorderreifen drehten beide – trotz eingeschaltetem „Traction+“ durch. Damit wir uns nicht richtig eingraben würden, probierten wir gar nicht erst viel rum und holten unsere 4 Recovery-Boards vom Heckträger und bauten uns in guter Pionier-Art Stück für Stück eine „Brücke“ durch den Schlamm. Es dauerte so natürlich etwas, aber es ging erstaunlich gut voran. Immer auf zwei Boards rauf, dann die frei gewordenen nach vorne tragen und so weiter. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Nach dem Verlassen des Platzes winkten uns aus der Schlange drei Personen zu und wir erkannten die zwei Männer wieder, die uns am Mittwochabend schon auf unseren Activa angesprochen hatten. Sie fragten kurz, was wir vorhatten und wir teilten ihnen unseren Plan mit. Ich fuhr darauf schnell auf den NETTO-Parkplatz und die drei sprangen zu uns ins Mobil. Wir fuhren mehrere verschiedene Stellen und den Tagesparkplatz an, aber auch hier waren die Schlangen vor den Shuttle-Bus-Haltestellen nicht kürzer, als bei der Camp-Area.

Also fuhren wir – so nah wir möglich – ans Messegelände heran und ließen die drei aus dem Mobil.

Wir fuhren daraufhin zur Therme, dort sollte es eine Ver- / Entsorgungsstation geben. Es war der Hammer, der Platz an der Therme war brechend voll und schon in zweiter Reihe standen normale Wohnmobile, Pickups und 4x4Weltreisemobile dicht an dicht.

Wir füllten unsere Wasservorräte auf und saugten anschließend noch schnell an der gegenüberliegenden Waschstraße unseren Wohnraum mit dem Münzsauger aus. Nun war auch Kathleen froh, dass ich den Teppich im Fahrerraum vor der Herbstreise durch passgenaue 3D-Gummi-Fußwannen getauscht hatte, die wir auch schnell mit klarem Wasser spülen konnten.

Anschließend fuhren ein Stückchen Autobahn in Richtung Gießen. Am Wegesrand sollte es den Startpunkt zur Strecke 7 „Schwarze Berge“ aus unserem Trackbook Bayern Nord geben und wir wollten das schöne Wetter dazu nutzen.

Die Strecke war durchgängig betoniert und nur einspurig. Sie ließ sich aber ganz wunderbar befahren und machte bei herrlichem Sonnenschein wirklich Spaß. Nur ein oder zweimal kam uns ein PKW entgegen, so dass es kaum brenzlige Situationen auf der schmalen Strecke gab. Auf dem höchsten Punkt der Strecke angekommen, wanderten wir – allerdings bei bewölktem Himmel und 4 Grad – eine kurze Route am „Würzburger Haus“ vorbei und zurück zu unserem Parkplatz.

Am Abend standen wir in einer kleinen Stadt mit kostenlosem Stellplatz – dem Tor zur Wetterau – und griechischem Restaurant am Ortsrand, welches wir zur eigenen Belohnung für den abwechslungsreichen Tag besuchten.

Die am Spieß gegrillten Peperoni waren der Hammer!

Heute morgen fuhren wir dann nach Gießen, morgen wollen wir uns mit unserem Patenkind und ihrer Familie treffen.

Bis dahin wünschen wir Euch viel Spaß mit der neuesten Video-Episode:

3 Kommentare zu „Tag 6/7/8: „Tief Ignatz“, „Festgefahren auf der Camp Area 1“ und „Route 7 – Schwarze Berge“

  1. Schade, dass die Schlangen vor der Kassen so lang waren und Ihr daher umdisponiert habt.

    Den matschigen Boden in den Camps bei Regen kenne ich auch zur Genüge. Das ist dann immer eine Riesensauerei. Hoffe, dass Ihr das Womo wieder ordentlich sauber bekommen habt.

    Viele Grüße

    Heiner

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