Tag 22: Rigas Altstadt, der Zentralmarkt und Gewitterschauer in der Nähe von Bauska

Obwohl der City Camping – u.a. durch die Reisegruppe der Italiener – rappelvoll war, war es während der Nacht und heute morgen erstaunlich ruhig. Wir starteten entspannt die Morgenroutine und ließen Cindy mit einem gutem Gewissen zurück. Es sollte nicht heiß werden, nicht regnen und somit konnten wir die Dachluken geöffnet lassen und Frau Hund könnte sich ein wenig entspannen. Wir denken, dass es schon anstrengend für sie auf Reisen ist, zu Hause schläft sie bis 14 Uhr, wenn wir aus dem Haus gegangen sind. Eigentlich wollten wir mit der – gestern Abend schon heruntergeladenen – BOLT-App (u.a. ein Taxi-Dienst) in die Altstadt fahren, aber irgendwie waren wir dann doch der Meinung, dass es uns – nachdem die Runden mit Cindy ja im Moment wesentlich kleiner ausfallen – gut tun würde, wenn wir den Gang zu Fuß antreten würden.

Die Innen-, bzw. Altstadt Rigas gefiel uns auf Anhieb noch besser als Tallin, wir mussten zwar erst einen 25 minütigen Marsch u.a. über die ehemalige Gorki-Brücke machen, um am Präsidentensitz im ehemaligen Schloß anzukommen, aber ab da war alles sehr kompakt und schnell zu erreichen.

An dieser Stelle sagen Bilder mehr als tausend Worte und somit wird mein Textanteil des heutigen Eintrags wohl etwas kürzer sein:

Direkt hinter der Petri-Kirche findet man eine Skulptur der Bremer Stadtmusikanten, die als Geschenk der Partnerstadt Bremen hier die erstaunten Gesichter der vier Tiere zeigt, wie sie durch den Spalt zwischen zwei Metallsäulen gucken. Dies soll die damalige Öffnung des „eisernen Vorhangs“ symbolisieren.

Als wir einmal quer durch die Altstadt gegangen waren, kamen wir am Zentralmarkt / den Zeppelinhallen an. Wir waren wieder überrascht, dass auch hier – ganz im Gegensatz zur Innenstadt und den Läden drumherum – ähnlich wie in Daugavspils „Russisch“ die Verkehrssprache war.

In den Hallen haben wir nur mit der kleinen „Insta Go Kamera“ gefilmt und nicht fotografiert, weil es im Innenbereich eigentlich verboten ist, Bild- und Tonaufnahmen zu machen. Die Katze ist – haben wir gecheckt – nicht tot, sondern schläft in Mitten des Trubels auf einem leeren Markttisch.

Zurück am City Camping machten wir uns noch Wraps zum Mittag und wuschen auch noch ab, da wir ja hier noch die Möglichkeit hätten, das Grauwasser zu entsorgen und frisches Wasser zu Tanken.

Nach der Ver-/Entsorgung fuhren wir dann mit etlichen Umwegen und mehrfachen Seitenwechseln der Ufer der Daugava auf die E67 „Via Baltica“ um in Richtung Kaunas aufzubrechen. Die Seitenwechsel waren nötig, da die Brückenunterführungen der großen Brücken über die Daugava nur 3 Meter Höhe haben und wir mit unseren 3,25m Höhe somit mit dem „Schwerlastverkehr“ ca. 7 Kilometer von rechts nach links geroutet wurden. Wir mussten uns dabei an den Schildern für die LKW orientieren, da unsere beiden Navis uns immer als PKW unter den Brücken fahren lassen wollte. Bei der ersten Brücke „merkten“ wir natürlich erst 10 Meter vorher beim Höhenbegrenzungsschild den Fehler….

Die E67 als Hauptroute von Warschau über Riga und Tallin nach St. Petersburg ist zwar mittlerweile sehr gut gemacht, allerdings in der Größenordnung einer Ortsumgehung einer deutschen Kleinstadt anzusiedeln… Sie soll in den nächsten Jahrzehnten zur Autobahn ausgebaut werden, es wird aber jetzt schon klar, das an einigen Streckenabschnitten der Kollaps droht, während andere Teile gänzlich unbefahren sind…merkwürdig.

Kurz hinter Bauska kamen wir an unserem Stellplatz für die Nacht an und wir wurden mit einem mächtigen Gewitterschauer empfangen. Wir nutzten aber eine 20 minütige Regenpause (wir dachten, sie wäre länger) und holten sogar unsere Stühle und die Drohne heraus.

Morgen werden wir weiter auf der „Baltica“ in Richtung Kaunas unterwegs sein, den gesamten Nord-West-Teil, bzw. die Küste von Lettland (Jürmala, Kolka, Ventspils, etc.) und Litauen lassen wir ja nun aus, es gibt auch immer noch kein E-Visum für Kaliningrad, so dass es vielleicht irgendwann eine zweite Reise ins Baltikum geben wird. Wir sind zwar auch für dieses Jahr „noch nicht fertig hier“, haben längst nicht alles gesehen (wir sind ja auch fast nur an den Außengrenzen entlang gefahren), können aber jetzt schon sagen, dass es eine der spannendsten und schönsten Reisen war, die wir je unternommen haben.

Nun wünschen wir euch aber erstmal viel Spaß in Riga!

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