Noch 14 mal schlafen…

dann ist nicht Weihnachten, hm…Gut so. Nein, dann fahren wir los. Die Vorbereitungen dauern leider etwas länger – das Mobil steht in der Halle. Ein echt fieser – festsitzender Husten und die Abgeschlagenheit einer Infektion lassen uns und alle „Arbeiten“ ruhen. Vorteil: ich lese und recherchiere viel und habe Aufkleber und Beschriftungen von Boxen, Kisten etc. erneuert.

Allerdings die technischen Arbeiten und Vorbereitungen müssen nun auf das nächste Wochenende verschoben werden. Es steht noch ein Ölwechsel an und die Räder an der Hinterachse kommen noch einmal zur Kontrolle der Bremsanlage und der Aufnahme ab. Auch einen Dokumententresor möchte ich noch an „geheimer“ Stelle montieren.

Mittlerweile ist klar, dass wir uns in allen Ländern (außer Polen) über das Internet max. 48h vor Einreise anmelden / registrieren müssen. Unklar ist hingegen, ob wir auf unserer Rückreise durch die Oblast Kaliningrad fahren können oder nicht (einen Abstecher nach St.Petersburg hatten wir eh schon aus Zeitgründen aus dem Programm genommen.). Russland ist zwar nicht mehr als „Variantengebiet“ durch das RKI / Auswärtige Amt eingestuft und auch die Grenzen hat Russland generell wohl wieder geöffnet, aber die Ausstellung von E-Visa ist noch nicht wieder hoch gefahren… Auf ein „normales“ Touristenvisum verzichten wir, da es doch mit einem erheblichen Mehraufwand an Zeit, Geld usw. (Einladung erforderlich) verbunden ist. Falls dann die Grenzen wieder geschlossen werden – war der Aufwand für die Katz.

Unsere Unterlagen haben wir derweil komplettiert, alle Ausweise, Kartenmaterial, Versicherungen, Versicherungsbestätigungen etc. sind vorhanden. Unsere große Reiseapotheke haben wir der geplanten Reise angepasst und (falls bereits abgelaufen) ersetzt / aufgefüllt. Wir orientieren uns bei der Auswahl immer noch an der Liste vom „SEADOC“, bei dem wir 2011 den 16 stündigen Kurs „Medizin an Bord“ (Zertifizierung nach ISAF/ World Sailing Association ) absolvierten. Auf Nahtbesteck und „Sterofundin“ zur intravenösen Stabilisierung nach Blutverlust verzichten wir jetzt zwar, aber dafür führen wir ein 15Kanal-EKG-Gerät mit (ist für uns sinnvoller ;-)… Das Zahn-Kit mit dem Zahnfüllmaterial haben wir tatsächlich schon gebraucht, als Kate in Rostock nicht so schnell einen Zahnarzttermin bekam, als wir an Bord unserer Yacht NamuPaiAi dort einen längeren Zeitraum lagen.

Auch sämtliches Material, welches wir für eventuelle Eigenbergung aus „festgefahrenen“ Situationen brauchen, ist angekommen und verpackt. Vielleicht schaffe ich es am nächsten Wochenende noch, die Winde und das Zubehör auszuprobieren. Ansonsten ist das auf jeden Fall eines der ersten geplanten Highlights der Reise: die Winde am Fahrzeug kontrolliert auszuprobieren. Ich möchte nicht erst mit der Vorderachse 35cm im Sand / Schlamm stecken und mir dann überlegen, welches Teil wohin gehört.

Da wir den immer nur den groben Verlauf der Reise vorher planen, ist auch nicht ganz klar, wann wir wo sein werden. Allerdings haben wir selbstverständlich einige „touristische“ Highlights auf unserer „bucketlist“. Die Hauptstädte sind ebenso dabei, wie der geografische Mittelpunkt Europas und das mit „Chernobyl“ baugleiche Kernkraftwerk „Ignalia“ in der gleichnamigen Retortenstadt. Die Nationalparks DZUKIJA und AUKSTAITIJA (Lit), die beiden Nationalparks KEMERI und GAUJA (LV), SOOMAA-NATIONALPARK (EST) gehören ebenso wie die „Zwiebelroute“ am Peipus-See (riesiger Grenzsee zu Russland) dazu. Ganz im Norden Estlands ist auch die Grenzstadt Narwa zu nennen. In Lettland stehen Jurmala und das Kap Kolka (an diesem Kap kann man morgens die Sonne „im“ Wasser aufgehen und abends „im“ Wasser untergehen sehen!) auf der Liste und in Litauen sind natürlich das Touri-Highlight „Burg Trakai“, das Memel-delta und hoffentlich auch die Kurische Nehrung mit ihren Fischerdörfern und den Riesendünen mit dabei. Soweit die „Liste“, aber ganz sicher kommen noch viele bisher uns unbekannte Orte und Dinge hinzu und andere werden wir am Rande dann doch links oder rechts liegen lassen. Wie sagt man so schön:

„Das Ziel einer Reise ist ja nicht das Ankommen.“

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