Die Nord-Tour-Teil 4

Der gestrige Tag als Video-Zusammenfassung – Falls jemand nicht lesen möchte 😉

Zappzarapp… Schon ist Donnerstag und weiter geht´s. Die Morgen-Routine ist gefestigt und nicht weiter erwähnenswert. Wobei es natürlich schick ist, die morgendliche Runde am Strand zu machen.

In Ruhe machten wir das Mobil reiseklar, entsorgten, zahlten unsere offene Rechnung an der Camping Rezeption und fuhren gen Norden. Da in Tinnum ein großer Hagebau-Markt ansässig ist, nutzen wir die Gelegenheit und tauschten fix eine der beiden 11kg Gasflaschen. Wir sind mit ca. 17kg Gas losgefahren und haben in den letzten Tagen auch gut heizen müssen. Das bedeutet, dass ich mir eigentlich keine Sorgen über Gasversorgung machen muss – ein ursprüngliches Problemfeld für uns als ehemals überzeugte „Diesel-Heizungs-Nutzer“. In 5 Tagen 6 Kg Gas ist absolut in Ordnung für Temperaturen, die sich nachts auf 7 Grad abkühlen.

Beim Ausbau der Flasche stellte ich fest, dass ich zwar in der Garage im Gehöft mindestens 8 rote Schutzkappen habe, die sich im Laufe der Jahre angesammelt hatten, ich aber im Mobil KEINE mitführte… Toll, so wurden beim Flaschentausch auch noch mal 4€ Gebühr wegen fehlender Kappe fällig….Irgendwas ist ja immer…

Ursprünglich war der Plan, auf der Rücktour eine kleine Wanderung zum Ellenbogen zu machen, jedoch war der Wind echt fies und die Straße zum Wanderparkplatz – wenn man keine 4 stündige Wanderung machen möchte – kostet 6€ Maut, weil sie in Privatbesitz ist. Das schenkten wir uns.

Wir fuhren also durch List zum Hafen und wollten dann zumindest einen kleinen Gang zu den Fisch- und Tonnenhallen machen. Vielleicht könnte man sich beim Jürgen auch noch eine kleine Portion Scampis grillen lassen oder einen kleinen Teller Thai-Nudeln mit Scampis mitnehmen. Der tatsächlich kostenfreie Parkplatz am Hafen war gut besucht, uns gelang es trotzdem, eine angemessene Box für unsere Landyacht zu finden.

Auch hier wehte es und es war sehr ungemütlich. Schnell umrundeten wir die Markthallen und verholten uns ins warme Mobil. Also machten wir abermals von der Option – früher als gebucht zu fahren – Gebrauch.

Da wir aufgrund des kalten Windes keine Lust hatten – vor allem weil die Fähre genau gegen den Wind fahren würde – vorne auf den Freidecks zu stehen, machten wir schon auf dem Parkplatz alle Rollos des Mobils nach oben, so dass man nicht hineinschauen konnte. Dies würde uns dann während der Überfahrt ermöglichen, dass wir unbemerkt im Reisemobil bleiben könnten.

Die Anfahrt war wieder eine Punktladungen, Fahrschein an der Bude vorzeigen, bestätigen, dass wir eher fahren möchten, in Spur 4 einreihen und – zack – auf die Fähre fahren.

Wir blieben also während der Überfahrt im Mobil und es fiel auch keinem auf, oder es war demjenigen auch egal…. In Havneby angekommen, musste ich für mich auf jeden Fall „Brotlöcher“ – diese fiesen weichen Hotdog-Brötchen die nicht aufgeschnitten werden, sondern auf der einen Seite eine Öffnung haben, wo man dann die Pølse-Wurst von der Seite reinstecken kann – holen. Der Supermarkt war klein, gut sortiert und es war nicht viel los. Nach den Besorgungen fuhren wir ca. 2 km weiter, um die Rømø-Oasen – Dänemarks modernsten Stellplatz anzufahren.

Wir suchten uns einen Platz am See auf dem Stellplatz 2, bezahlten per Karte am Automaten, machten unser schnelles Mittagessen fertig und fuhren nochmal los. Dazu klappt man sein Schild am Stellplatz auf rot und zischt ab.

Ziel war „Rømø Sønderstrand“, einer der beiden mit dem Auto befahrbaren Stränden auf der Insel. Nach ca. 2 km Fahrt war die Auffahrt erreicht und es bot sich echt ein wahnsinniges Bild….Der Strand war der bisher Breiteste, den ich je gesehen hatte. Und irre, wie viele Leute hier fuhren, ihre Drachen steigen ließen, mit Strandseglern fuhren oder einfach in Thermoanzügen, vor ihren Autos, Wohnmobilen, Quads oder Wohnwagen saßen…

Wir fuhren erst eine lange „Trasse“ in Richtung Norden, mussten aber umdrehen, da sie uns am End-Wendepunkt zu voll war, um zu parken.

Also wählten wir die längere Route in Richtung Wasser. Sehr cool. Allerdings – auch wenn es auf den Bildern so aussehen mag – ist man hier nicht allein… Wobei jetzt in der Nachsaison ist alles Ok, im Hochsommer stelle ich mir das nicht so schön vor.

Nach einer kleinen Wanderung um ein Dünenfeld fuhren wir zurück zu den „Oasen“ und stellten fest, dass von den ca. 200 Stellplätzen auf den drei Flächen allmählich bestimmt 60-70% belegt wurden. So nach und nach kamen also die Womos, um auf die „roten“ Kärtchen zuzufahren.

Mal schauen – morgen soll es zumindest am Vormittag sonnig und „knackige“ 5 Grad warm/kalt sein – dann werden wir an den nördlichen der beiden Auto-Strände nach Lakolk fahren und eventuell auch noch dem einen oder anderen Bunker der ehemaligen Stützpunktgruppe „Robbe Nord“ und „Robbe Süd“ einen Besuch abstatten. Die Anlagen gehörten zum “Gürtel von Bollwerken”, wie das Schreckensregime den Atlantikwall auch gerne nannte. Dieser sollte an der 5000 km langen Atlantikküste den Schutz vor einer alliierten Invasion gewährleisten. Nach einer missglückten Landung Kanadischer Truppen im August 1942 in Frankreich, begann man mit der Errichtung des Atlantikwalls auch auf Rømø, obwohl es damals noch keinen Damm gab und es somit eine „echte“ Insel war.

Murks….das wirklich coole Video von heute ist mir gerade beim „postprocessing“ abgeschmiert. Da es nun schon 1930 Uhr ist, gebe ich für heute auf und reiche es dann als „Schmankerl“ morgen nach….Einen schönen Abend euch da draußen!

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