Die Nord – Tour – Teil 2

Wir starteten gegen späten Vormittag in Richtung Grenzübergang nach DK. Der Grenzübergang „Rudböl“ ist vermutlich zu klein – dementsprechend waren hier auch keine Grenzbeamte, die die „stichpunktartigen“ PCR-Tests durchführten. An den größeren Übergängen wie Krusa kann man kostenlos – freiwillig – einen Test durchführen lassen. Uns passte es ganz gut, dass wir keinen Kontakt mit Offiziellen hatten, da wir den Europäischen Heimtierausweis mit den Impfnachweisen zu Hause gelassen haben. Somit dürften wir eigentlich nicht nach Dänemark einreisen….

verlassener Grenzübergang

Nach einer halben Stunde Fahrt durch graues Wetter und dänischer Verlassenheit erreichten wir den ca. 9km langen „Rømødæmningen“. Auch dieser ist unspektakulär und schnell durchfahren. Die Insel Rømø kam dann wie ein riesengroßes Ferienhausgebiet vor: 2 Supermärkte am Straßenrand, „Brugskunst“-Butiken, Antik-Scheunen, Autos mit deutschen Kennzeichen und Menschen in gelben Gummi-Regenmänteln oder Softshell-Jacken (In Hooksiel hätten die Leute nach „Moin-Moin“ Strickmützen auf 😉 ).

Rømødæmningen

Havneby Haven ist ein kleiner Industriehafen, der durch ein paar neue Touri-Läden und Unterkünfte aufgehübscht wurde. Obwohl wir ca. 1.5h vor unserer eigentlich gebuchten Abfahrtszeit vor Ort waren, konnten wir bereits unser Ticket bekommen. Langsam kommen wir im Zeitalter der Digitalisierung an: Im Netz stand noch, dass man auf jeden Fall die Buchungsbestätigung ausdrucken und mit an den Schalter nehmen solle – als wir an der Tickt-Bude hielten wurde ich jedoch mit „Hallo Herr Thieme!“ begrüßt und erhielt prompt unsere Billets. Natürlich musste ich bei der Buchung das Kennzeichen unseres Expeditionsmobils angeben, welches bei der Einfahrt gescannt worden war. In Österreich, Kroatien und in Skandinavien all gegenwärtig und komfortabel (vor allem in Verbindung mit Smartphone-Maut-Zahlung), in Deutschland vermutlich – aufgrund von Datenschutz-Hürden – noch in der 9. Vorlesung im Ausschuss des Bundes-Bedenken-Ministeriums…

Fährtickets in Havnevy

Die Fähre war nicht besonders voll und so konnten wir uns doch ganz gut damit arrangieren, dass wir das Fahrzeug-Deck verlassen und somit Cindy im Mobil sich selbst überlassen, im Bauch der Fähre zurücklassen mussten.

Wir begaben uns direkt auf die Freidecks und schauten uns während der 30 minütigen Überfahrt das Lister Tief und den „Ellenbogen“ an der Nordspitz Sylts an.

Als wir in List ankamen, wurde uns erst ein wenig schlecht. Wahnsinn, was hier in den letzten 17 Jahren gebaut worden ist und wie viele Leute hier rumrennen… Verrückt. Wir entschlossen uns – aufgrund der großen Automassen – Westerland zu umfahren und nahmen damit einige holperigen Nebenstrecken in Kauf. Allerdings hatte das jedoch optische Vorteile: die vereinzelt in den Dünen stehenden reetgedeckten echten Häuschen sehen halt netter und authentischer aus, als die neuen 12er Reihenhäuser mit teilweise „fake-Reet“ und dunklen Mittelklasse SUVs mit Kennzeichen von einschlägigen „Ruhr-Metropolen“ davor.

„Spätestens hinter der „Sansibar“ kommt dann gleich endlich der Helgoland-Charme“, dachte ich…. Aber auch in Hörnum wurde viel gebaut und der Wohn-/Urlaubsraum an den Markt angepasst.

Der Stellplatz vor dem eigentlichen Campingplatz der Gemeinde Hörnum ist jedoch klein und nett – etwas usselig zwar – dafür aber recht hübsch von kleineren und größeren Dünen umgeben.

Wir haben einen „Rand-Stellplatz“, so dass wir zur Einstiegsseite keinen Nachbarn dazu bekommen können – nett!

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