Ein entspanntes Wochenende – oder „Was stimmmt denn mit den Anderen nicht…?“

Den Stellplatz in Dresden verließen wir relativ früh – aber ich möchte euch noch schnell die Geschichte des „Verrückten“ erzählen. Am Donnerstag waren wir ja gegen 10 Uhr in Dresden angekommen. Zu dem Zeitpunkt parkten wir neben einem Mobil, deren Besatzung nicht vor Ort – allerdings zwei Hunde zurückgelassen waren. Das Mobil stand zwar im Schatten, die Fenster waren alle offen – wir machten uns keine großen Sorgen. Zwischendurch schlugen die Hunde immer mal wieder an (wir waren schließlich ab 13 bis 16 Uhr vor Ort), weil wir einen Stuhl aufklappten, oder die Hunde Notiz von Cindy nahmen. Um 1630 kamen die Besitzer aus der Altstadt zurück und kamen ohne Umschweife direkt auf uns zu…

„Waren die Hunde laut?“

Hundehalter aus „Vorpommern-Greiswald“ – nachdem er seine Hunde im Wohnmobil für 6 Stunden alleine ließ…

Wir antworteten wahrheitsgemäß, dass es sich in Grenzen hielt, dass wir uns jedoch persönlich nicht dazu entschlossen hätten, die Hunde so lange während eines solchen Sommertages im Mobil zurückzulassen… BAM!!!

Der Herr ging sofort steil, beschimpfte und bedrohte uns…Die Frau beleidigte uns als „Scheiß-Niedersachsen“ und als Gammler, die keine Ahnung haben und sie sich deshalb nicht mit uns auf Diskussionen einlassen würde …

Wir versuchten die Situation durch Aussagen, wie z.B.:“ Wir hätten überhaupt nichts gesagt, wenn sie uns nicht direkt angesprochen hätten“ zu entschärfen, jedoch ohne Erfolg… Nach 10 Minuten nahm das „Gezeter“ im Nachbarwohnmobil ab. 15 Minuten später erschien der Besitzer bei uns erneut, setzte sich ohne Aufforderung auf unsere Einstiegstreppe und versuchte sich zu erklären…Er erzählte eine wilde Geschichte – dies machte es aber retroperspektivisch nicht besser…Die Geschichte gebe ich hier nicht wieder. Abgeschlossen hatte der gute Mann seinen Monolog jedoch mit den Worten: „In meinem Mobil waren heute nicht mehr als 20 Grad. Ist noch gute deutsche Handarbeit – nicht so ein Schrott, wie ihr fahrt…“

An dem Mann ist ein echter Diplomat verloren gegangen… Am nächsten Morgen lag der Mann unter seiner deutschen Wertarbeit… Offenbar war irgendetwas ausgelaufen. Öl? Abwasser? Man weiß es nicht – ich wollte in die Kerbe nicht schlagen, habe ich doch Urlaub…

Inspektion der Leckstelle

Also fuhren wir los. Wir wollten das heiße Wochenende auf einem Platz verbringen und nicht umher irren. Außerdem gäbe es in 2 Tagen auf einem Platz Chance, die erste Wäsche zu waschen.

Wir entschieden uns für einen kleinen Camping am nördlichen Rand von Chemnitz.

Wir ergatterten einen tollen Schattenplatz. Aufgrund der ursprünglichen Ausrichtung als Zeltplatz konnte man uns keinen Strom anbieten – aber den brauchen wir nun echt nicht. Umso mehr freuten wir uns, dass wir keine Solaranlage fest auf dem Dach installiert haben, denn die hätte im Schatten dann doch nicht funktioniert. So konnten wir das ganze Wochenende die Panels hinlegen, wo auch immer sie am meisten Sonne abbekamen (nur nicht auf dem Auto).

Nach einem Gang zur kleinsten Burg Sachsens (Burg Rabenstein) gönnten wir uns einen SchnipoTeller und ein „Würzfleisch“ mit heimischem Pils in der umliegenden „Wurzelschänke“. Die einfachen Dinge können durchaus großartig gemacht sein!

Leider musste ich noch eine „Klatsche“ am Abend einstecken: Ich wollte noch 4 Flaschen originäres Pils an der Camping-Rezeption kaufen – wurde jedoch mit der Bemerkung „Wir nehmen hier nur echtes Geld!“ weg geschickt…(Draußen hingen die Regeln des Bundes / des Landes Sachsen aus: 1.Abstand halten 2. Maske tragen! 3. blabla… 4. blabla.. 5. KONTAKTLOS MIT KARTE ODER SMARTPHONE ZAHLEN!). Also trollte ich mich, um Bargeld aus dem Mobil zu holen.

Als ich 5 Minuten später mit dem schnöden Mammon in der Hand zurück kam, war die Tür zu. (30 Jahre nach dem Mauerfall gibt es tatsächlich noch Situationen , die mir bekannt sind: 1. Es ist 1730 und an der Tür steht „geöffnet bis 18 Uhr“ – aber um 1730 Uhr ist „Feiäroobändn…“ 2. – ebenfalls auf einem Schild: „Die Bestuhlung darf nicht geändert werden!“

Na gut….. Ich habe ja Urlaub, also rege ich mich nicht auf und versuche Alternativen zu suchen. Die Telekom macht es hier im Erzgebirge mobil möglich und zeigt mir auf dem Telefon die Öffnungszeiten des nächsten REWE Marktes an. Genug Zeit, um elektrisch mit dem Scooter in den Ort zu rollern.

Dort ärgerte ich mich erneut – allerdings über die Missachtung der Regeln, die groß und deutlich an der Eingangstür des Marktes hängen…. 1. Abstand 2. Maske..3. blabla…. WARUM TRÄGT HIER JEDER 2. SPACKEN KEINE MASKE UND DRÄNGELT?

Schnell holte ich ein paar Getränke und Nahrungsmittel und rollerte zurück.

Heute Morgen stand Wäsche waschen auf dem Programm… Das Wetter war super heiß und trocken, so dass es passte.

Wir erschraken, als wir tagsüber die Nachrichten der #COVIDIOTEN lasen, die in Berlin unter dem Aufruf „Tag der Freiheit“ gegen die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Pandemie demonstrieren.. UNVERSCHÄMT… „TAG der Freiheit!- Unsere Wehrmacht“ ist als letzter Teil der Parteitags-Trilogie von Leni Riefenstahl bekannt… So eine hirnverbrannte Scheiße… Die Menschen haben echt keine Ahnung… Diesen Mensche wünsche ich nichts Schlechtes, oder es mit den Worten eines ehemaligen Vereinsmitglieds des BYC zu sagen:

„Möge Euch der Blitz beim Stuhlgang treffen…“

frei nach Walter Maréchal

Am Abend gingen wir – nach einem späten Mittagessen – eine kleine Runde und kehrten auf einen Schorle noch beim „Don Promillo“ Biergarten ein.

Eine coole Location mit DJ begrüßte uns schon auf dem Viadukt.

Nach 2 Weinen füllte sich der Biergarten und wir verabschiedeten uns.

Aber auch bei unserem Mobil angekommen, konnten wir den Abend mit Live-Musik ausklingen lassen – eine One-Man-Band spielte auf der etwas höher gelegenen „Wurzelschänke“, so dass wir sie gut hören konnten.

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